Verleih von Schweinen als Mikrodarlehen – für Nachhaltigkeit

Bei Vestre spenden wir 10 Prozent unseres Gewinns an Initiativen in der ganzen Welt, die die Nachhaltigkeitsziele der UN unterstützen. In dieser Serie können Sie unsere 10 Prozent nachverfolgen und sehen, wo die Spenden hingehen und wie sie faktisch zur Schaffung einer etwas besseren Welt beitragen. Hoffentlich lassen auch Sie sich dann dazu inspirieren, bei dieser freiwilligen Nachbarschaftshilfe mitzumachen. Die Nachhaltigkeitsziele der UN umfassen 17 Ziele und 169 Etappenzielen – hier gibt es also genug Bereiche, in denen man als Unternehmen dazu beitragen kann, einen Unterschied zu machen.



Eine der durch uns unterstützten Initiativen ist Chime. Die Arbeit von Chime ist darauf ausgerichtet, Menschen in den ärmsten Gebieten Ugandas aus Analphabetismus und mehrdimensionaler Armut herauszuholen. Das Ziel besteht darin, Gründer zu inspirieren, Arbeitsplätze und Einkünfte für die Menschen zu schaffen, und zur Entwicklung der Dörfer beizutragen. Wie das geht? Sie verleihen Schweine als Mikrodarlehen.

Ein Schwein kann das Leben einer ganzen Familie verändern
Indem Schweine an die ärmsten Frauen in Uganda verliehen werden, gibt Chime ihnen die Möglichkeit, für sich selbst und für ihre Kinder zu sorgen. Ein Schwein fungiert als wirtschaftliche Sicherheit für Familien, und es kann auf dem Markt verkauft oder geschlachtet werden, um Fleisch zu liefern. Schweine sind pflegeleichte Tiere, die viele Junge werfen, und die Verwaltung ist sehr einfach. Weiterhin ist Uganda ein sehr fruchtbares Land, und aus diesem Grunde ist es verhältnismäßig einfach, Futter für die Schweine anzubauen und zu ernten.

Ein Schwein hilft durchschnittlich einer Frau und fünf Kindern. Wenn sich die Schweine vermehren, gibt die Frau ein Schwein an eine andere Frau weiter sowie ein Schwein als Zinsen; letzteres geht zurück an die Verwaltung in Uganda. Auf diese Weise können immer mehr Frauen Hilfe bekommen.

Den Kindern wird der Schulbesuch ermöglicht
Ausbildung und Bildung sind die absolut zentrale Grundlage für die Schaffung von Möglichkeiten zur Erzielung von Einkommen, und wenn extrem arme Frauen Einkünfte erzielen können, behandeln sie häufig ihre Kinder vorrangig. Ein Resultat dessen, was Chime das „Schweineprojekt“ nennt, ist demzufolge, dass sehr viel mehr Kinder zur Schule gehen können. Beispielsweise wurden im Dorf Butiki in Uganda im Jahre 2014 600 Schweine verteilt. Die Einkünfte von diesen Schweinen führten dazu, dass 700 Kinder ihren Schulbesuch beginnen konnten. Heute hat sich das „Schweineprojekt“ auf über 130 Dörfer vergrößert – mit unzähligen Erfolgsgeschichten wie in Butiki.

Eine Erfolgsgeschichte
Begrüßen Sie Margrete Kintu aus dem Dorf Busona. Durch das „Schweineprojekt“ hat Margrete Geld bekommen, mit dem sie das Schulgeld für ihre Kinder bezahlen und ihr Haus reparieren konnte. Weiterhin hat sie genug Geld bekommen, um ihre Bananenplantage durch den Erwerb einer Zuckerrohrplantage zu erweitern; die Düngung erfolgt mit dem durch die Schweine produzierten Mist. Dank des Einkommens, das sie mit den Schweinen erzielt, hat sie auch eine Kuh gekauft, die jetzt zwei Kälber geworfen hat.

Das „Schweineprojekt“ hat auch weitreichende Auswirkungen auf die Dorfgemeinschaft, in der sie lebt. Margrete hat neue Freunde und Bekannte gewonnen, die sie auch für einen Platz im örtlichen Komitee für die Verwaltung des Dorfes nominiert haben. Die Freunde haben einen großartigen Wahlkampf geführt, der damit endete, dass Margrete in die Leitung des Dorfes gewählt wurde.

Schweine für Nachhaltigkeit
Chime unterstützt zwei der Nachhaltigkeitsziele der UN: SDG 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und SDG 11 (nachhaltige Städte und Gemeinden). Hier können Sie das Projekt und die Entwicklung nachverfolgen.

  • Gesamtbeitrag: 90.000 Euro über 3 Jahre hinweg
  • Jahre als Partner: 2020 – 2022